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Ein Konfigurator ist ein Regelsystem

Eine schöne Konfiguration nützt nichts, wenn sie nicht lieferbar ist. Darstellung, Verkaufsregeln und Ausführung müssen dieselbe Auswahl verstehen.

Ein Konfigurator ist ein Regelsystem

Das Bild ist möglich, das Produkt nicht

Ein Kunde wählt Oberfläche, Rahmen und Zubehör. Die Vorschau überzeugt, der Warenkorb akzeptiert die Auswahl. Erst die Fertigung stellt fest, dass sich das Zubehör an diesem Rahmen nicht befestigen lässt. Der Konfigurator hat ein Bild verkauft statt eines gültigen Produkts.

Ausgangspunkt sind die Regeln, die eine Auswahl herstellbar machen. Gute Darstellung bleibt wichtig, kann aber unterschiedliche Interpretationen in Preisberechnung und Ausführung nicht ausgleichen. Der unbequeme Teil dieser Arbeit ähnelt häufig eher Katalogpflege als Interaktionsdesign.

In einem gedachten Möbelkonfigurator hängt eine Beschichtung vom Material ab, ein Zubehörteil dagegen vom Rahmen. Diese Beziehungen gehören zum ausdrücklichen Produktwissen. Sie sollten nicht als beiläufige Bedingungen über Oberflächenkomponenten verteilt sein.

Die kaufmännische Auswahl liegt ausserhalb der Szene

Eine Szene darf eine Auswahl darstellen, ohne selbst über ihre Bestellbarkeit zu entscheiden. Die kaufmännische Konfiguration braucht stabile Optionskennungen und ein klares Prüfergebnis. Der Viewer übernimmt dieses Ergebnis und zeigt den passenden Zustand.

Khronos beschreibt glTF als Format zur Auslieferung von Laufzeitassets. Die Erweiterung für Materialvarianten definiert Zuordnungen zum Wechsel der Materialien. Die Kompatibilitätsregeln eines Händlers liefert sie nicht. Die Spezifikation beschreibt den visuellen Mechanismus.

Wir empfehlen eine ausdrückliche Zuordnung zwischen verkaufbaren Optionen und ihren visuellen Assets. Eine Bezeichnung wie Eiche sollte nicht die einzige Verbindung zwischen Katalog und Material im Modell sein. Beschriftungen können übersetzt oder geändert werden, obwohl die zugrunde liegende Auswahl gleich bleibt.

Ungültige Kombinationen vor dem Checkout erklären

Ändert ein Kunde eine Option und macht damit eine andere Auswahl ungültig, braucht die Oberfläche eine bewusste Reaktion. Das Zubehör still zu ersetzen ergibt zwar ein mögliches Bild, verändert aber unbemerkt das gewünschte Produkt. Es unverändert zu lassen erzeugt dagegen eine unmögliche Bestellung.

Hilfreicher ist eine Erklärung der Abhängigkeit unmittelbar bei der Änderung. Die betroffene Auswahl und passende Alternativen werden sichtbar. Unabhängige Entscheidungen bleiben erhalten, damit sich eine Korrektur nicht wie ein Neustart anfühlt.

Voreinstellungen haben dabei ihren Platz, sofern sie sichtbar und umkehrbar sind. Ein geführter Ablauf kann mit einem kompatiblen Satz beginnen und vorläufige Optionen kennzeichnen. Das unterscheidet sich grundlegend davon, eine fertige Auswahl heimlich an unsichtbare Regeln anzupassen.

Beim Bestellen das Versprechen erneut prüfen

Eine gespeicherte Konfiguration kann eine Katalogänderung, einen Lieferantenwechsel oder die Gültigkeit eines Angebots überdauern. Beim Öffnen sollte erkennbar werden, auf welchem Regelstand sie beruht und was vor einem Kauf geändert werden muss. Ein geteilter Link muss eine verständliche Auswahl wiederherstellen, nicht lediglich eine Kameraposition.

Bei der Bestellung wird die Konfiguration anhand der geltenden kaufmännischen Regeln geprüft. Der akzeptierte Preis wird auf der vertrauenswürdigen Anwendungsseite berechnet. Die vereinbarte Auswahl bleibt beim Auftrag gespeichert, damit spätere Katalogänderungen nicht rückwirkend das verkaufte Produkt verändern.

Die Übergabe an die Ausführung verlangt dieselbe Eindeutigkeit. Lager oder Fertigung benötigen Kennungen und Anweisungen, mit denen sie das Produkt bereitstellen können. Ein Bildschirmfoto zum Interpretieren reicht nicht. Ist eine Bestellung nur anhand der Vorschau verständlich, ist das Konfigurationsmodell noch unvollständig.

Diese Woche unzulässige Kombinationen ausprobieren

Für ein repräsentatives Produkt werden die tatsächlichen Kompatibilitätsregeln mit den für Lieferung oder Fertigung verantwortlichen Personen gesammelt. Daraus entstehen gültige, unmögliche und erst durch eine spätere Änderung ungültige Beispiele.

Jedes Beispiel durchläuft Viewer, Warenkorb, gespeicherten Link und Bestellausgabe. Verglichen wird die Bedeutung, nicht nur die Beschriftung. Anschliessend eine Katalogregel ändern und eine gespeicherte Konfiguration öffnen. Das System ist belastbar, wenn es den Konflikt erklärt, unbetroffene Entscheidungen erhält und einen ohne zusätzliche Interpretation ausführbaren Auftrag erzeugt.